Christoph Henkel

Biographie | biography

Christoph Henkel

Violoncello

Christoph Henkel, der bald nach seinen ersten Konzertauftritten unter Kennern als Geheimtipp galt, genießt weite internationale Anerkennung und gehört zu den besten Cellisten nicht nur seiner Generation. Er spielte in den großen Konzertsälen der Welt von New York bis Paris, von Tokio bis London, in der Berliner Philharmonie, im Concertgebouw Amsterdam, in Londons Wigmore Hall, im Münchner Herkulessaal und in Neapels Teatro San Carlo, wo er große Erfolge feierte. Als Solist musizierte Christoph Henkel mit den Berliner Philharmonikern, den Radio-Symphonieorchestern von Berlin, Hamburg, Frankfurt, Hannover unter Dirigenten wie u.a. Erich Leinsdorf, Vaclav Neumann und Eliahu Inbal. Als Kammermusiker hatte er bedeutende Partner wie Accardo, Brainin, Chumachenco, Firkusny, Gingold, Giuranna, Hoelscher, Kussmaul, Robert Levin, Magaloff, Perlemuter, Pludermacher, Poulet, Primrose, Carl Seemann, Joseph Silverstein, Karl Suske und viele andere.
Die Musikkritik feierte Christoph Henkel einmütig als herausragenden Künstler. Die New York Times schrieb über ihn: “His tone woos the ear at all times. It is beautiful and smooth“. Musical America charakterisierte ihn so: „Christoph Henkel is a superior musician and instrumentalist, a cellist with intelligence.” Die Süddeutsche Zeitung lobte seine bemerkenswerte Musikalität und sein grosses Gestaltungsvermögen (Joachim Kaiser).
Christoph Henkel hatte schon mit sechs Jahren in seiner Vaterstadt Marburg den ersten Cellounterricht, später wurde er in Heidelberg Schüler von Georg-Ulrich von Bülow. 1966 gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und erhielt zwischen 1967-69 ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zum Studium bei Janos Starker an der Indiana University (USA). Im gleichen Jahr erhielt das „Performers Certificate“ der Indiana University und wurde mit dem „Enlow Young Artists Award“ ausgezeichnet. 1971 erhielt er das „Artist Diploma“ und gewann den ersten Preis des „Young Concert Artists“ Wettbewerbs in New York. Es folgten die legendären Debuts in New York, London und München.
Parallel dazu begann 1969 früh seine eigene pädagogische Laufbahn als Assistent Janos Starkers an der Indiana University. 1971 erhielt Rufe auf eine Professur sowohl an der Illinois State University und an der Michigan State University. 1973 wurde Henkel als jüngster Professor für das Fach Violoncello Deutschland an der Freiburger Musikhochschule berufen. Damit beginnt eine beispielhafte Unterrichtskarriere. Nach mehreren Jahren paralleler Tätigkeit als Solo Cellist des NDR Hamburg und des hessischen Rundfunk- Symphonieorchesters widmete sich Christoph Henkel in der Folge ausschliesslich der eigenen Konzert- und Lehrtätigkeit. Letztere übt er nunmehr seit fast 40 Jahren an der Freiburger Musikhochschule mit größtem Engagement und herausragenden Erfolgen aus. Unzählige seiner Schüler bekleiden die Solocellistenpositionen in nahmhaften Europäischen Orchestern sowie Celloprofessuren an Europäischen Musikhochschulen. So ist auch sein früherer Schüler Jean-Guihen Queyras als Nachfolger auf Christoph Henkels Celloprofessur gewählt worden, und damit ist weiterhin für eine exzellente cellistische Pädagogik an der Freiburger Musikhochschule gesorgt. Eine Pädagogik, die einerseits charakterisiert ist durch einen sensibel-freundschaftlichen Umgang mit seinen Schülern und andererseits durch Stringenz in der Sache.
Neben seiner Hochschultätigkeit gibt Christoph Henkel regelmässig Meisterkurse in Barcelona, Beijing, Flaine, Courchevel, Kusatsu(Japan), Les Arcs, Portogruaro, Prades, Sarasota(Florida), Seoul, Tokio, Uppsala.
Neben zahlreichen Konzert-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen kann Christoph Henkel mit einer grossen Diskographie mit Einspielungen bei der Deutschen Grammophon, EMI-Electrola, CBS, Nippon Columbia, Harmonic Records, Lyrinx, BIS, OGAM, Naxos u.a. aufwarten. Von der Kritik besonders gelobt wurden seine Einspielungen der Bach-Suiten und der Beethoven-Sonaten(mit Georges Pludermacher), der Brahms-Sonaten(mit Elisabeth Westenholz), der Solo-Sonate und des Duos(mit Gérard Poulet) von Kodaly (Prix Charles Cros) sowie der „Sonate de Requiem“ von Olivier Greif(mit dem Komponisten am Klavier).
Sein Repertoire umfasst die ganze Solo- und Kammermusikliteratur seines Instrumentes.




 

The German Cellist Christoph Henkel started learning the cello at the age of 6 years with G.U. von Buelow, a pupil of Emmanuel Feuermann‘s. After winning first prizes in all the Young Artists Competitions in Germany, he became a student of Janos Starker in the USA with scholarships of the DAAD and the Cultural Society of the German Industry. He became Starker‘s assistant at the Indiana University, where he was awarded the „Artist Diploma“.
He started a concert career after winning the „Young concert Artists“ competition in New York, the competition of the Cultural Society of the German Industry and the „Young Concert Artist“ series in Germany. At the same time his teaching career continued with an appointment to the Illinois State University, followed by invitations to the Michigan State University and the Freiburg Musikhochschule, where he became the youngest German professor at the age of 26 years.
After some years of being Principal Cellist of the NDR Hamburg and Hessischer Rundfunk Frankfurt Symphony Orchestras, he is now devoting his whole time concertizing and teaching at the Freiburg Musikhochschule.
He earned a worldwide reputation as a soloist and chamber musician through his many concerts, radio and TV appearances and award-winning CDs with Deutsche Grammophon, EMI-Electrola, CBS, Lyrinx etc. Enthusiastic acclaim won his recordings of the Bach Solo Suites, Kodaly‘s Unaccompanied Sonata and the Beethoven Piano-Cello works (with Georges Pludermacher).
He has played under many eminent conductors, among others Erich Leinsdorf, Vaclav Neumann, Eliahu Inbal and with such orchestras as the Berlin Philharmonic, the Radio Symphony Orchestras of Berlin, Hamburg, Frankfurt, Hannover, Baden-Baden, Seoul.
Appearances as soloist include concerts at the Bach-Woche Ansbach, the Festival de Montreux, the Schwetzinger Festspiele and the Casals Festival Prades.

Christoph Henkel‘s extensive repertoire covers the entire range of the solo literature as well as chamber music.

 

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